Wann:
23. April 2018 – 26. April 2018 ganztägig
2018-04-23T00:00:00+02:00
2018-04-27T00:00:00+02:00
Wo:
Casa Selva bei Flims/Trin Digg, Graubünden, Schweiz
Via Bot Fiena Sura 5
7014 Trin
Schweiz

Übergänge – hoch in den Bergen Graubündens

mit Michael Kraft und Michael Dillo (aus Solothurn)

Michael Dillo (zert. Gfk-Trainer aus Solothurn/Schweiz) und Michael Kraft bieten erstmalig ein gemeinsames Seminar an, eine Wanderung, ein Erforschen der eigenen Übergänge. Die Gewaltfreie Kommunikation wird uns dabei begleiten, nähren, unsere Ein- und Aussichten verändern.

4 Tage: von Montagmorgen bis Donnerstagabend.

ÜBERGÄNGE

Marshall B. Rosenberg hat eine alte buddhistische Parabel etwas verändert erzählt: „Stelle dir einen wunderschönen, vollständigen und heiligen Ort vor. Und stelle dir vor, dass du wirklich Gott treffen kannst, wenn du dort bist. Aber lass uns sagen, da sei ein Fluss zwischen dir und dem Ort, und du möchtest an diesen Ort gelangen, aber du musst den Fluss überqueren. Du nimmst dir ein Floss und das Floss ist ein handliches Werkzeug, um über den Fluss zu gelangen. Wenn du dann drüben angekommen bist, kannst du den Rest der paar Kilometer zu Fuss zu diesem wundervollen Ort gehen. Aber die buddhistische Parabel endet mit den Worten: „Man ist ein Narr, wenn man den Weg weitergeht und immer noch das Floss auf dem Rücken trägt“.

Marshall wollte mit dieser Geschichte zeigen, dass für ihn das Modell der GFK ein sehr kraftvolles Werkzeug ist, um ihn über seine eigene kulturelle Prägung hinweg zu bringen. Dabei kann die Erziehung gleichsam wie ein trennender Fluss wirken. GFK sei eine Unterstützung, damit er an den heiligen Ort gelangen könne, aber GFK sei nicht der heilige Ort.

In dieser kleinen Geschichte verbirgt sich für uns aber noch ein ganz spezieller Moment, der vielleicht zuerst gar nicht im Blick ist – Übergänge werden leicht einmal übergangen.

Wenn wir den Fuss auf Land setzen, wenn wir das schwankende Floss verlassen, wenn wir uns einrichten, den Weg zu dem „heiligen“ Ort fortzusetzen …. vielleicht schwankt dann noch eine Weile der Boden unter unseren Füssen, ehe wir wieder neu Tritt fassen. Vielleicht gibt es etwas abzuschliessen, etwas zu feiern oder zu betrauern in dem zuvor Erlebten. Vielleicht kommt ein Moment der Leere, wenn das Eine aufhört, das Andere aber noch nicht begonnen hat, es sich zuerst noch als Idee im Kopf, als „Vision“ abzeichnet.

Was belassen wir in unserem Rucksack, was verabschieden wir, was packen wir neu hinein, was wäre verlockend einzupacken, aber doch viel zu beschwerlich bei genauerer Betrachtung … ?

Wenn wir den kostbaren Moment des Übergangs unbeachtet vorbei gehen lassen, dann schleppen wir vielleicht alte Geschichten mit uns herum, können die neuen Erlebnisse nicht schätzen und sie ganz frisch und unvoreingenommen sehen, so wie es Marshall gesagt hat: mit der Freude eines Kindes, das die Enten füttert.

Die 4 Workshoptage werden wir dem Ankommen, dem Abschliessen, dem Innehalten, dem Aus- und Einpacken und dem uns Aufmachen in Richtung unserer ganz eigenen, (wer es mag) göttlichen Bestimmung widmen – und uns dabei von der Gewaltfreien Kommunikation als kraftvollem Werkzeug unterstützen lassen.

Michael Dillo: „Seit ich vor 20 Jahren die Gewaltfreie Kommunikation bei Marshall B. Rosenberg kennengelernt habe, erlebe ich mich wieder und wieder sehr bewusst an diesem Ort. Ich sehe mich am Ufer eines breiten Flusses, mal die Überquerung noch vor mir und mal den Fuss wieder auf festen Grund setzend. Wenn ich heute Menschen einlade, mit mir die Orte ihrer Übergänge zu erforschen und mich anbiete sie zu begleiten, dann nährt, bereichert es uns gleichermassen. „
Michael Kraft: „Mich reizt und freut die Einladung von Michael, diese Erforschungen gemeinsam mit ihm zu begleiten. Die GfK habe ich 2004 kennen und lieben gelernt. In der Rückschau auf meine eigene Biografie leuchten die Momente eines Überganges wie kostbare Perlen hervor. Perlen sind das Ergebnis auch schmerzhafter Prozesse der Austern – so stelle ich mir ihre Entstehung jedenfalls vor.“

Für dieses Seminar haben wir mit einen Ort gefunden, wo das Bild des fliessenden Wassers eine ganz eigene, starke Energie entfaltet: der nahe Vorderrhein, der sich tief in die nacheiszeitlichen Flimser Bergsturzmassen eingegraben hat. Und dazu gibt es in der Mitte dieser Naturkräfte mit der Casa Selva auch noch einen gastlichen Ort, an dem uns ein herzliches, warmes Willkommen erwartet (www.casaselvatrin.ch).

Wie fühlst du dich bei der Vorstellung, vom 23.-26. April nach Trin Digg zu kommen und dort in Verbindung zu dir selbst, zu uns, zu anderen Menschen und zur Natur deine ganz eigenen Übergänge zu erforschen und zu erleben?

Sollte sich diese Idee leicht und freudvoll anfühlen, dich vielleicht auch herausfordern, dann würden wir gerne Verbindung mit dir aufnehmen. Melde dich doch bitte bei uns (Kontaktdaten s. Fusszeile). Gerne besprechen wir alles mit dir, was du wissen möchtest, um dich entscheiden zu können. Wir werden dir bei dieser Gelegenheit auch die Preisliste für die Betten bzw. Zimmer schicken.
Was deinen Beitrag zum Seminar anlangt, so möchten wir gerne anregen, dass jede und jeder Teilnehmende für sich bestimmt, mit welchem Beitrag er oder sie uns Einladende in Arbeit und Leben unterstützen möchte. Dafür werden wir den Workshop mit einem „Geld-Tanz“ abschliessen.

Es wird ein Teil unseres gemeinsamen Weges sein, eigenverantwortlich unsere Gefühle und Bedürfnisse zu erkunden und zu benennen. Aus dieser Selbsterkundung heraus laden wir dazu ein, konkrete Bitten zu formulieren, wie aktuelle Bedürfnisse erfüllt werden können. Dabei ist es klar, dass wir wohl alle weit entfernt sind, perfekt zu sein. Wir sind einfach wandernde Menschen.

In der Casa Selva in Trin-Digg

Kontakt zu Michael Dillo: Frei Räume